TOUR 3:

Vom Nollendorfplatz zum Halleschen Tor

Der Ausgangspunkt unseres Spazierganges, der Platz,  vereinte die bürgerliche Welt mit den Experimentiergefilden der Avantgarde und der halbseidenen Sphäre der nächtlichen Vergnügungsstätten. Hier im ehemaligen "Neuen Schauspielhaus" und Nachkriegskino "Metropol", heute ein bankkrottöser Edelschuppen, inszeniert sich im Wochenend-Nachtleben die Jugend.

Erwin Piscator machte hier Ende der 20er Jahre "Politisches Theater". Mit Ernst Tollers "Hoppla wir leben" begannen die Ära der epochalen multimedialen Inszenierungen. Zu Piscators dramaturgischem Kollektiv gehörten: Bert Brecht, Kurt Weill, Walter Mehring, George Grosz u.a.

Ein Sammelpunkt von Expressionismus und Dadaismus war das Nollendorf-Kasino in der angrenzenden Kleiststraße, wo Jakob van Hoddis und Georg Heym erste Gedichte lasen. - Hier debattierten schon um 1900 "Die Kommenden", von Rudolf Steiner geleitet, ein Club philosophierender Lebenskünstler und Poeten. - Unter ihnen Peter Hille und Else Lasker-Schüler, für Benn die "größte Lyrikerin" Deutschlands.

Auf unserem Weg zum Halleschen Tor begegnen wir weiteren, die sich leidvoll als "fremd" in Deutschland erfuhren:

Erwin Piscator, George Grosz, Rudolf Steiner, Peter Hille, Else Lasker-Schüler, Chrisopher Isherwood, Nelly Sachs, Aldona Gustas, Adalbert v. Chamisso, Max Bruch, Brüder Grimm, Bernd Wagner, Jurek Becker, Gottfried Benn, Heinz Knobloch, E.T.A. Hoffmann, Kurt Mühlenhaupt


Dauer: je nach Wunsch: 2-4 Stunden für Einzelpersonen oder Gruppen.

Kosten: Einzelführung je 2 Stunden: 50 €

               Gruppen (8-12 TN) je 2 Stunden: 10 € p.P.

Anmeldung: s. Kontaktformular

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